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Karriere-Blog

„MAN IST NICHT NUR PFLEGEKRAFT, SONDERN AUCH MUTMACHERIN“ – Arbeiten im Kinderzentrum des EvKB

Anna Rosenau, Pflegerische Klinikleitung der Station K5 und Koordinatorin des Traineeprogramms im Kinderzentrum Bethel

Name:Anna Rosenau
 
Das mache ich im EvKB:Pflegerische Klinikleitung (kommissarisch) Station K5 und Koordinatorin des Traineeprogramms im Kinderzentrum Bethel
 
Das habe ich gelernt:Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Bachelorstudium „Gesundheit“
 
Das Beste an meinem Job ist:Das tägliche Neugestalten und die Zusammenarbeit mit tollen Menschen
 
Das EvKB als Arbeitgeber ist:Vielfältig an Möglichkeiten und Expertise
 
Ich mache den Unterschied, weil…
 
…ich in meinem absoluten Herzensjob arbeite und ihn täglich mitgestalten darf
 
Das möchte ich meinen Kolleginnen und Kollegen gerne sagen:dass sie großartig sind und ich jeden Tag dankbar bin, mit ihnen zusammenzuarbeiten
 

Interview

Frau Rosenau, Sie sind pflegerische Stationsleitung der Station K5 im Kinderzentrum. Was macht Ihren Job so besonders?

Ich habe ursprünglich hier im EvKB Gesundheits- und Kinderkrankenpflege gelernt, später eine Familienpause eingelegt und anschließend noch einen Bachelor im Bereich Gesundheit gemacht. Dass ich seit so vielen Jahren hier arbeite – und inzwischen in leitender Funktion – ist für mich etwas ganz Besonderes.

Was meinen Job so spannend macht, ist vor allem die Möglichkeit, Dinge mitzugestalten. Natürlich geht es im Alltag um die Versorgung unserer jungen Patientinnen und Patienten. Aber darüber hinaus darf ich Prozesse begleiten, Strukturen weiterentwickeln und an Arbeitsbedingungen mitwirken. Dieses aktive Mitgestalten ist für mich ein großer Wert. Es fühlt sich gut an, nicht nur Teil eines Systems zu sein, sondern es auch weiterentwickeln zu dürfen.
 

Die Arbeit in der Pädiatrie stellt besondere Anforderungen. Was macht das Kinderzentrum Bethel als Arbeitsplatz so einzigartig?

Zum einen ist unser Kinderzentrum ein sehr modernes, universitäres und vielseitiges Umfeld mit allen pädiatrischen Fachbereichen unter einem Dach. Zum anderen ist es natürlich die Arbeit mit Kindern selbst, die diesen Bereich so besonders macht.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie befinden sich in ganz unterschiedlichen Entwicklungsphasen, reagieren anders, kommunizieren anders. Und wir arbeiten nicht nur mit den Kindern, sondern immer auch mit ihren Eltern. Das bedeutet, dass wir als Pflegefachpersonen mehrere Rollen gleichzeitig einnehmen. Wir sind Fachkräfte, aber auch Vertrauenspersonen, Begleiterinnen, Mutmacherinnen.

Diese Nähe, diese intensive Beziehungsgestaltung, das macht die Pädiatrie unglaublich wertvoll. Und ja, es braucht Empathie. Aber es braucht auch Kreativität, Humor und manchmal eine spielerische Herangehensweise. Dafür bekommt man von den Kindern auch unglaublich viel zurück.
 

Sie koordinieren zusätzlich das Traineeprogramm im Kinderzentrum Bethel. Warum ist dieses Angebot so wichtig? 

Durch die Umstellung auf die generalistische Pflegeausbildung kommen viele Kolleginnen und Kollegen mit einer breiten Ausbildung zu uns, aber ohne den früher spezifischen pädiatrischen Schwerpunkt. 

Das Traineeprogramm ist unsere Antwort darauf. Es bietet ein strukturiertes, zwölfmonatiges Onboarding für Pflegefachpersonen, die sich für die Arbeit mit Kindern interessieren. In diesen zwölf Monaten rotieren die Teilnehmenden durch nahezu alle Fachbereiche des Kinderzentrums, ausgenommen die Intensivstation. Sie verbringen jeweils mehrere Wochen auf einer Station, werden eingearbeitet und lernen die unterschiedlichen Teams kennen.

In den letzten drei Monaten arbeiten sie im Support-Team, also im Springerpool. Diese Phase nutzen viele, um ihre neu erworbenen Kompetenzen zu festigen und für sich herauszufinden, wo sie langfristig arbeiten möchten. Viele entscheiden sich schon während des Jahres für „ihre“ Wunschstation, manche bleiben bewusst im flexiblen Einsatz. Beides ist möglich.

Das Programm bietet Sicherheit, Orientierung und einen sehr breiten Einblick in die Pädiatrie. Gleichzeitig entsteht durch die Rotation ein starkes interdisziplinäres Verständnis, weil man das gesamte Haus und die verschiedenen Teams kennenlernt.
 

Welche Voraussetzungen sollte man für das Traineeprogramm mitbringen?

Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung als Pflegefachkraft im Rahmen der generalistischen Ausbildung oder eine vergleichbare Qualifikation. Daneben ist für uns die persönliche Motivation entscheidend. Wer Interesse an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mitbringt, bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und sich fachlich weiterentwickeln möchte, ist bei uns genau richtig. Offenheit, Teamfähigkeit und Empathie spielen im Kinderzentrum eine große Rolle, denn neben der fachlichen Kompetenz ist auch der sensible Umgang mit Kindern und ihren Familien entscheidend.
  

Neben dem Traineeprogramm startet nun auch eine neue Spezialisierungsweiterbildung. Was steckt dahinter?

Seit kurzem bieten wir eine pädiatrische Spezialisierungsweiterbildung für die Pflege von Kindern und Jugendlichen (KiJu) an, die wir gemeinsam mit der Fort- und Weiterbildung entwickelt haben. Auch das ist eine Antwort auf die Generalistik und richtet sich an examinierte Pflegefachpersonen nach Krankenpflege-, Altenpflege- oder Pflegeberufegesetz. Es ist keine Berufserfahrung notwendig und man darf direkt nach der Ausbildung starten.

Während das Traineeprogramm eine strukturierte Einarbeitung in der Pädiatrie ist, geht diese Weiterbildung noch einen Schritt weiter. Sie vermittelt innerhalb eines Jahres vertieftes pädiatrisches Fachwissen in mehreren Modulen entsprechend der Weiterbildungsordnung.

Für Nordrhein-Westfalen (WBO NRW) ermöglicht sie den Erwerb von Kompetenzen in der Pflege von Kindern und Jugendlichen, der an die generalistische Pflegeausbildung anknüpft. Die Teilnehmenden haben monatlich eine Blockwoche Theorie und arbeiten parallel weiter in der Praxis. So lassen sich Theorie und Alltag gut miteinander verknüpfen.

Die erfolgreich bestandene Abschlussprüfung qualifiziert zum Tragen der Berufsbezeichnung: „Pflegefachperson (GKP/Krankenpfleger*in/Altenpfleger*in) Spezialisierung Pflege von Kindern und Jugendlichen“. Uns war wichtig, dass die Teilnehmenden etwas in der Hand haben, das nicht nur hier im EvKB gilt, sondern auch darüber hinaus. Wer sich für die Pädiatrie entscheidet, soll fachlich sicher aufgestellt sein und diese Spezialisierung auch nachweisen können.
In einigen Bereichen des Kinderzentrums, beispielsweise in der Intensivpflege, gibt es weitere Qualifikationsanforderungen, für die mit dieser Weiterbildung ebenfalls der erste Schritt getan ist.
 

Wie erleben Sie die Zusammenarbeit im Kinderzentrum?

Was mich immer wieder beeindruckt, ist der starke Teamzusammenhalt. Wir haben sehr eng verknüpfte Teams, die aufeinander achten und sich gegenseitig unterstützen. Gerade in einem Bereich, in dem es nicht nur schöne Momente gibt, sondern auch belastende Situationen, ist dieser Austausch enorm wichtig.

Die Zusammenarbeit ist nicht nur innerhalb der Pflege gut, sondern auch interdisziplinär mit den ärztlichen und therapeutischen Kolleginnen und Kollegen. Man kennt sich, man schätzt sich, man arbeitet auf Augenhöhe zusammen. Dieses Miteinander trägt sehr dazu bei, dass man auch schwierige Tage gemeinsam trägt.
 

Warum sollten sich Pflegefachpersonen im Kinderzentrum Bethel bewerben?

Weil es hier eine unglaublich vielseitige und bunte Arbeit gibt. Weil man Teil eines multiprofessionellen Teams wird, das eng zusammenarbeitet und neue Kolleginnen und Kollegen herzlich aufnimmt. Und weil man hier nicht nur Pflegekraft ist.

Man bringt Fachwissen ein, aber auch Persönlichkeit, Kreativität und Herz. Wer Lust hat, mit Kindern zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und sich fachlich weiterzuentwickeln, findet hier viele Möglichkeiten.

Ich bin jeden Tag dankbar, mit meinem Team arbeiten zu dürfen. Und wir freuen uns über jeden Menschen, der Lust hat, diesen besonderen Bereich mit uns gemeinsam zu gestalten.
 

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