Karriere-Blog
„ALLES ANDERE ALS VERSTAUBT“
| Name: | Philipp Katzmann |
| Das mache ich im EvKB: | Im EvKB bin ich Seelsorger, Pastor und theologischer Direktor. |
| Das habe ich gelernt: | Ich habe Theologie studiert und dann das Handwerkszeug in der Gemeinde gelernt. |
| Das Beste an meinem Job ist: | Ich komme ganz viel herum in unserem Klinikum und kann in großer Freiheit meinen Dienst tun. |
| Das EvKB als Arbeitgeber ist: | Ein großer Arbeitgeber, der unglaublich viele Menschen und Geschichten zusammenbringt und deshalb auch so spannend und immer wieder anders ist. |
| Das möchte ich meinen Kolleginnen und Kollegen gerne sagen: | Dass es immer wieder schön ist, hier mit all diesen unterschiedlichen Leuten zu arbeiten. |
Interview
Philipp, wie wird man theologischer Direktor?
Ich war Gemeindepfarrer in Sachsen-Anhalt, als es meine Frau beruflich nach Bielefeld zog. Ich habe mich dann erst mal ein Jahr um unsere Kinder gekümmert, bin dann in Bethel fündig geworden und habe zunächst im Johannesstift angefangen- in Teilzeit, weil ich Familie und Job unter einen Hut kriegen musste. Dort habe ich in der Seelsorge angefangen. Nach knapp drei Jahren hat sich die Möglichkeit ergeben, die theologische Leitung im EvKB und Krankenhaus Mara zu übernehmen.
Wie sieht denn dein Alltag aus? Was machst du in deinem Job?
Morgens beantworte ich in der Regel erstmal ein paar Mails und mache verschiedene Sachen. Dazu kommen Sitzungen, Gremienarbeiten und Beratungen, aber auch viele Unterrichtsblöcke in den Gesundheitsschulen. Ich unterrichte sowohl Diakonische Grundlagen als auch den Bereich der Prävention/Intervention sexualisierte Gewalt an allen fünf Gesundheitsschulen. Ich habe ja das Glück mich um viele „Feel good Themen“ kümmern zu dürfen: Dazu gehören Seelsorge, Begrüßungsgottesdienste für neue Azubis, ich begleite neue Mitarbeitende bei der Einarbeitung, gestalte Examensfeiern und Jubiläen mit und unterstütze die Young Voices (ein Format, in dem junge Stimmen aus dem Unternehmen in hierarchiefreiem Raum Themen diskutieren können). Vieles passiert bei mir aber auch ganz spontan. Wenn jemand kommt und sagt „Hast du mal einen Moment?“ – dann möchte ich das zeitnah möglich machen können.
Das klingt unglaublich vielseitig…
Das ist es, ja. Obwohl die Theologie in fremden Ohren vielleicht erstmal etwas verstaubt oder etwas altertümlich klingt, habe ich gemerkt, dass ich in meinem Beruf gelernt habe, mich sehr zügig in fachfremde Themen einzuarbeiten und in Prozesse reinzugeben. Beispiel: Ich habe gemeinsam mit einer Kollegin die operative Verantwortung für das ExpertInnengremium “ Gewalt im Krankenhaus“. Und ich bin Sprecher beim Hinweisgeber Schutzsystem, wo es um Compliance-Sachverhalte geht. Themen, in die ich mich einarbeite. Zudem organisiere ich den Fachtag (Anti-) Rassismus im Krankenhaus, alles unglaublich spannende Aufgaben, die uns im Haus wichtig sind.
Du bist ja mit Deiner Arbeit ganz nah an den Menschen, das ist superwichtig, oder?
Ja, das ist eine wesentliche Grundlage, Stichwort „Beziehungsarbeit“. Das klingt manchmal so ein bisschen abgedroschen, aber es ist, glaube ich, ein ganz wesentliches Fundament, dass ich auch vor allem hier nicht nur in meinem Büro sitze, sondern mich ganz viel auf den Weg mache. Und da geht es um Gespräche mit den wirklich unterschiedlichsten Personen: Von PatientInnen über Mitarbeitende bis zu Führungskräften. Ob es Ratschläge oder Vermittlung in Krisen – und Konfliktsituationen sind: Mein offenes Ohr ist gewiss und aufgrund meiner Schweigepflicht sicher auch nochmal attraktiver.
Und nebenbei bist du auch noch Podcastmoderator…
Ja, das bin ich neuerdings auch noch – für unseren EvKB-Podcast 24/7. Eine schöne Aufgabe, wo ich zuerst gedacht habe „Na nu, was sehen denn jetzt andere in einem, dass man plötzlich ein Podcast-Moderator sein könnte?“. Und jetzt freue ich mich, dass ich es gewagt habe, es macht viel Spaß. Ich treffe viele tolle Leute und das ist immer spannend. Man ist ja immer so mit seinen Bildern unterwegs, weil man die Leute in bestimmten Zusammenhängen erlebt. Im Podcast kommt manchmal überraschendes zutage und zeigt, wie interessant unser Haus auch für zukünftige Mitarbeitende ist.
Manchmal bist du damit konfrontiert, dass Menschen sagen, Theologie sei verstaubt. Was ist so gar nicht verstaubt in deinem Job?
Das ist alles nicht verstaubt, weil es das pralle Leben ist. Du bist mit den unterschiedlichsten Biografien in unterschiedlichsten Lebenssituationen konfrontiert. Und da trifft eben das Leben unmittelbar ein, wie es ist. Und in diesem Zusammenhang versuche ich nicht, unsere christlichen Werte „aufzudrücken“, sondern die Menschen zu ermutigen, sie selbst zu leben. Die Ganzheitlichkeit des Menschen steht bei uns im Vordergrund, eine Verlässlichkeit im Miteinander. Wir tun unsere Arbeit auch aus einem biblischen Auftrag heraus, weil uns eine lange Geschichte begleitet. Theologie 2024 bedeutet aber auch, den Weg zwischen Tradition und Aktualitäten und Lebenswirklichkeit zu gehen – Stichwort Diversität.
Man sagt hier im Haus, du seist erfrischend. Was sagst du dazu?
(lacht) Ach, das freut mich aber, dass ich erfrischend bin, wo ich doch mittlerweile auch schon 43 bin. Und ich würde sagen, ja, ich will das Leben immer gern mit der notwendigen Ernsthaftigkeit, aber auch mit der nötigen Portion Humor nehmen.
Humor ist eh dein Ding, oder?
Humor ist mein Ding, ja. Ich mag englischen Humor und manchmal auch ganz flachen Humor. Was ich geliebt habe und jetzt auch mit meinem Sohn - wie man so schön sagt - gesuchtet habe, sind nochmal die Pastewka-Folgen. Das ist ein Humor, bei dem ich viel lachen kann.
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