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Karriere-Blog

„ZU ZWEIT SPRINGT MAN HÖHER ALS ALLEIN.“

Thorsten Kaatze

Name:Thorsten Kaatze
 
Das mache ich im EvKB:Vorsitzender Geschäftsführer des Evangelischen Klinikums Bethel
 
Das habe ich gelernt:Ich bin Volkswirt.
 
Das Beste an meinem Job ist:Dass man als Krankenhausgeschäftsführer täglich so eine große Vielfalt an Themen bearbeiten darf.
 
Das EvKB als Arbeitgeber ist:Der beste Arbeitgeber in der Region.
 
Das möchte ich meinen Kolleginnen und Kollegen gerne sagen:Ich finde es toll, was die Mitarbeitenden jeden Tag in ihrer Arbeit an den Patientinnen und somit für das Gesundheitswesen in Ostwestfalen leisten.
 

Interview

Herr Kaatze, wie kann man sich Ihren Arbeitsalltag vorstellen?

Ein großer Teil meiner Arbeit ist es, Personalentscheidungen zu treffen, natürlich viel mit den Mitarbeitenden, Kooperationspartnerinnen und –partnern, Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft oder Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Stiftungsbereichen der v. Bodelschwinghschen Stiftungen zu sprechen, Dinge zu organisieren, Struktur- und Strategieentscheidungen zu fällen und dabei wirtschaftliche Entwicklungen immer im Blick zu behalten, um die strategischen Weichen für die Zukunft des EvKB richtig stellen zu können. Es ist wichtig, nicht im Kleinen, sondern im Großen zu denken und zu schauen, in welche Richtung wir uns entwickeln, um so auch die Themen, die uns aktuell im Krankenhaus beschäftigen, zu bewegen.
 

Gibt es eine Aufgabe, auf die Sie sich richtig freuen, wenn sie morgens auf Ihrem Schreibtisch liegt?

Ich freue ich mich einfach, wenn der Tag mit etwas Positivem beginnt. Das können kleine Dinge sein – ein Dankesbrief von Patientinnen und Patienten, ein freundliches Feedback, eine Förderzusage, eine gute Nachricht aus unseren Projekten. Mein Steckenpferd liegt dabei sehr in der Digitalisierung, um das Gesundheitswesen weiterzubringen. 95 Prozent meiner Arbeit besteht daraus, herausfordernde Fragestellungen zu klären. Da tut es gut, wenn auch einmal etwas kommt, das einfach Freude macht.
 

Was fasziniert Sie am Arbeitsfeld des Klinikums? 

Während meines Studiums wollte ich ursprünglich Techno-Mathematiker werden. Ich habe dann zur Volkwirtschaftslehre an die Universität Münster gewechselt und bin dort auf das Fach „Krankenhausmanagement“ gestoßen. Ich habe schnell gemerkt: Nirgendwo sonst ist die Welt so vielfältig wie im Krankenhaus. Ich sage manchmal schmunzelnd: Ich bin der größte „Hotelier“ Ostwestfalens mit über 1.700 Betten – dabei bieten wir unseren Gästen on top Spitzenmedizin. Wir kümmern uns um Menschen. Und genau das macht das Arbeitsfeld „Klinikum“ zu einem großartigen Arbeitsplatz.
 

Und was bedeutet für Sie die besondere Herausforderung als Universitätsklinikum?

Universitäre Medizin fasziniert mich, weil sie Innovation, Forschung und Lehre miteinander verbindet. Es geht nicht darum, Alltägliches zu wiederholen, sondern neue Wege zu gehen: Medizinische Verfahren und Techniken in die Praxis zu bringen, die später Standard werden. Daran mitwirken zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes. Hinzu kommt die Lehre. Wir haben neben der Uni bereits über 750 Ausbildungsplätze und jährlich rund 700 junge Menschen, die im Rahmen des „Betheljahres“ bei uns in Bethel Einblicke in eine mögliche berufliche Zukunft bekommen. Im weiteren Ausbau der Medizinischen Fakultät OWL der Universität Bielefeld werden künftig bis zu 300 Studierende pro Jahr an der Medizinischen Fakultät und damit auch in unserem Klinikum als Teil des Universitätsklinikums OWL ihr Medizinstudium absolvieren. Diese Strukturen mit aufzubauen, ist eine Aufgabe, die nur wenigen Menschen vergönnt ist. Für mich ist diese Aufgabe ein absolutes Privileg.
 

Sie betonen immer wieder: Die Mitarbeitenden sind das höchste Gut. Was macht das Arbeiten im Team des EvKB aus?

Für mich gilt: Zu zweit springt man höher als allein – und im Team erreicht man noch viel mehr. Zusammenarbeit, Zusammenhalt, Miteinander: Das ist es, was uns hier in Bethel besonders auszeichnet. Ich erlebe überall herzliche, motivierte Menschen. Wenn ich durch unsere Krankenhäuser gehe, sagen mir die Mitarbeitenden freundlich „Hallo“ – nicht, weil ich Geschäftsführer bin, sondern weil es ihre Art ist. Das motiviert mich jeden Tag. Deshalb investieren wir auch viel in unsere Beschäftigten. Gesundheitsmanagement, Jobräder, Unterstützung bei sportlichen Aktivitäten – all das gehört dazu. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir vielen Kolleginnen und Kollegen langfristige Perspektiven bieten können. Wer bei uns seine Ausbildung absolviert, kann – wenn er oder sie will – bei uns auch bis zur Rente bleiben. Dass wir regelmäßig 40-, 45- oder sogar 50-jährige Betriebsjubiläen feiern, ist heutzutage fast einmalig.
 

Warum lohnt es sich, im Gesundheitswesen (direkt am Patienten) zu arbeiten?

Weil es einer der schönsten Jobs der Welt ist. Wer für Menschen – und in unserem Falle für die uns anvertrauten Patientinnen und Patienten – arbeitet, sieht unmittelbar, wie wichtig die eigene Arbeit ist. Natürlich gibt es auch schwierige Momente – nicht jede Situation ist angenehm. Aber in der Mehrzahl der Fälle erleben wir Dankbarkeit und Wertschätzung. Ich habe große Achtung vor Allen, die diese Arbeit Tag für Tag tun – oft im Schichtdienst, immer in der direkten Verantwortung für unsere Patientinnen und Patienten. Das ist nicht leicht, aber es ist unglaublich wertvoll. Und wir haben auch eine besondere Situation in der Pflege: Bei uns gibt es keine Leiharbeit. Alle Pflegekräfte sind fest bei uns beschäftigt. Das stärkt den Teamgeist und verbessert die Zusammenarbeit. Außerdem fördern wir die Akademisierung der Pflege. Das bedeutet, wir versuchen, dass wir mehr und mehr examinierte Kräfte haben, die ihr Studium beendet haben und am Bett tätig bleiben. Ich glaube, dass es ein entscheidender Schritt in Richtung echter Interdisziplinarität und Interprofessionalität ist, Pflegekräften mit Studium zu ermöglichen, qualifizierte Aufgaben direkt am Bett zu übernehmen – gleichberechtigt mit den Ärztinnen und Ärzten.
 

Was macht für Sie das Arbeiten im diakonischen Kontext so besonders?

Wir haben hier ein anderes Wertegefüge. Wenn Sie an einem klassischen Universitätsklinikum sind, dann überwiegt die Technik – dann ist der Patient oft nur noch Objekt. Die Menschlichkeit ist nicht mehr im Mittelpunkt. Bei uns ist das anders: Durch verschiedene Unterstützungen wie zum Beispiel die hervorragende Seelsorge, wie auch unsere Ethik oder andere Gremien, haben wir immer und jederzeit ein Auge darauf, was sowohl unsere Mitarbeitenden als auch die Patienten und Patientinnen brauchen. Das ist einmalig und zeichnet uns als evangelisches Uniklinikum aus. Das Besondere ist, diese Wertorientierung und den Menschlichkeitsanspruch mit Spitzenmedizin zu kombinieren. Das ist genau das, wofür es sich lohnt, sich an unserem Universitätsklinikum in Bethel einzubringen.
 

Wo sehen Sie die Zukunft des EvKB und Krankenhaus Mara?

Unsere Vision ist angelehnt an das „Smart Hospital“. Das heißt: Wir wollen das nutzen, was in der Industrie bereits Standard ist und diesen auch im Krankenhaus etablieren. Ein Beispiel: Heute verbringen Ärztinnen und Ärzte noch Stunden damit, Arztbriefe zu diktieren, obwohl alle Daten längst im System vorhanden sind.
Mit unserem Projekt „ARCHE“ wollen wir das ändern. „ARCHE” steht für Analytic Repository for Clinical Healthcaredata and Exchange. Dahinter verbirgt sich eine Plattform, die Daten aus allen Systemen – Labor, Radiologie, Krankenhaus-IT – strukturiert zusammenführt. Ziel ist, damit Doppeluntersuchungen zu vermeiden und Ressourcen effizienter einzusetzen. Wir wollen die Patientenversorgung verbessern, gleichzeitig wirtschaftlicher arbeiten und knappe Personalressourcen gezielt einsetzen. Mein Ziel ist es, dass wir beim Thema Digitalisierung unter die Top 3 Universitätskliniken in Deutschland kommen. Auch das gehört zur Menschlichkeit, denn wir verbessern dadurch die medizinische Versorgung und verschaffen unseren Mitarbeitenden in Zeiten des Fachkräftemangels bessere Arbeitsbedingungen. Klar muss dabei immer sein, dass die Künstliche Intelligenz niemals den Faktor Mensch ersetzen wird. Aber sie verbessert die Rahmenbedingungen. Wir wurden jetzt vom Magazin STERN zu einer der 100 besten Kliniken Deutschlands ausgezeichnet. Ein Beweis dafür, dass wir insgesamt auf einem sehr guten Weg sind.
 

Zum Schluss ein ganz anderes Thema: Fußball. Welche Rolle spielt er in Ihrem Leben?

Ich bin Schalke-Fan. Ins Stadion muss ich nicht zwingend, aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, bin ich gerne dabei. Die Sportschau am Samstag ist allerdings Pflichtprogramm. Auch in meinem Büro wird meine Fußballleidenschaft deutlich: Auf meinem Schreibtisch haben sich im Laufe der Jahre Zettelblöcke verschiedener Vereine gesammelt: Schalke 04, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Werder Bremen, Bayern München, Eintracht Frankfurt. Wer einen Zettelblock seines Vereins hat, darf ihn gerne dazustellen. Nur ein Bielefelder Block fehlt noch. Sollte Arminia in die erste Liga aufsteigen, werde ich persönlich welche drucken lassen und an die Mitarbeitenden verteilen. Denn mit Arminia Bielefeld verbindet uns eine schöne Tradition: Jedes Jahr besucht die Mannschaft unsere Kinderklinik. Und wer weiß – vielleicht gibt es eines Tages auch einen „Bethel-Arminia-Zettelblock“ im Fanshop.

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