Karriere-Blog
„WARUM ICH SEIT 25 JAHREN GERNE IN DER GERIATRIE ARBEITE“
| Name: | Alexandra Hertel |
| Das mache ich im EvKB: | Ich arbeite in der Geriatrie in der Pflege |
| Das habe ich gelernt: | examinierte Krankenschwester, Weiterbildung Geriatrie |
| Das Beste an meinem Job ist: | die Abwechslung. Wir erleben jeden Tag tolle Momente mit den Patienten und im Team |
| Das EvKB als Arbeitgeber ist: | ein großer Teil meines Lebens, mit dem ich mich identifiziere |
| Ich mache den Unterschied, weil… | ich gut zuhören kann und gerne im Team arbeite |
| Das möchte ich meinen Kolleginnen und Kollegen gerne sagen: | Es lohnt sich jeden Tag aufs Neue, gut mit euch zusammenzuarbeiten. |
Interview
Frau Hertel, Sie arbeiten im EvKB in der Geriatrie. Viele denken dabei sofort an „Altenpflege“. Trifft das aus Ihrer Sicht zu?
Überhaupt nicht. Geriatrie ist so viel mehr als Altenpflege. Unsere Patientinnen und Patienten bringen neben ihrem höheren Alter ganz unterschiedliche Erkrankungen mit und das macht die Arbeit unglaublich vielseitig. Wir haben neurologische Patienten, kardiologische Krankheitsbilder, unfallchirurgische Fälle. Dadurch braucht man ein sehr breit gefächertes Fachwissen. Das Spannende ist: Wir behandeln nicht nur einzelne Diagnosen, sondern den ganzen Menschen. Unser Ziel ist immer, die Patientinnen und Patienten so zu fördern, dass sie wieder möglichst selbstständig in ihren Alltag zurückkehren können.
Wie sieht Ihr Arbeitsalltag konkret aus? Was sind Ihre Aufgaben?
Unsere Arbeit ist sehr abwechslungsreich. Wir fördern und erhalten Selbstständigkeit, helfen Fähigkeiten wiederaufzubauen und arbeiten dabei aktivierend therapeutisch. Dazu kommen Themen wie Wundversorgung, Mobilisation, Beratung und Anleitung.
Was mir besonders gefällt: Man kann sich pflegerisch wirklich „austoben“. Beziehungsarbeit spielt eine große Rolle – mit den Patienten, aber auch mit den Angehörigen. Wir beraten, begleiten und beziehen sie aktiv mit ein.
Was motiviert Sie an Ihrer Arbeit am meisten?
Ganz klar: die Beziehung zu den Menschen. Wenn man Vertrauen aufbaut, kann man Patientinnen und Patienten viel besser fördern. Es ist schön zu sehen, wie kleine Schritte wieder Selbstvertrauen geben. Mich motiviert auch die Zusammenarbeit mit den Angehörigen. Sie mitzunehmen, ihnen Sicherheit zu geben und zu zeigen, was möglich ist – das gehört für mich unbedingt dazu.
Gab es Momente, die Sie besonders geprägt haben?
Ja, viele. Besonders beeindruckend finde ich Situationen, in denen Menschen sehr eingeschränkt zu uns kommen und viel Hilfe brauchen und wir es gemeinsam schaffen, dass sie wieder nach Hause gehen können. Durch die aktivierend therapeutische Pflege entwickeln sich Menschen manchmal unglaublich. Diese Erfolge zu sehen, bestätigt mich jedes Mal wieder.
Und es gibt Begegnungen, die bleiben im Herzen: sehr alte, aber kognitiv fitte, mobile Menschen zum Beispiel, die ihr Leben noch aktiv gestalten. Wenn man sie dann gut nach Hause entlassen kann, ist das einfach ein schönes Gefühl.
Was macht für Sie eine gute geriatrische Versorgung aus?
Würde spielt eine ganz zentrale Rolle. Jeder Mensch hat seinen eigenen Lebensweg, seine eigenen Werte und Bedürfnisse. Das muss man akzeptieren und respektieren. Das ist auch Teil unseres Verständnisses in unserem diakonischen Haus. Gute Versorgung heißt für mich auch, individuell zu schauen: Was braucht dieser Mensch? Was ist realistisch? Was tut ihm gut?
Welche Rahmenbedingungen helfen Ihnen dabei im EvKB besonders?
Ganz klar die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Wir arbeiten eng mit den unterschiedlichsten Bereichen zusammen. Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und auch Sozialarbeiter arbeiten mit uns im Team. Wenn Fragen auftauchen, ist immer jemand da, der unterstützt. Man ist nie allein und das ist unglaublich wichtig.
Sie sind seit 25 Jahren im EvKB und haben auch hier Ihre Ausbildung gemacht. Was bedeutet Ihnen das?
Sehr viel. Ich identifiziere mich total mit dem Klinikum. Das EvKB ist für mich mehr als ein Arbeitgeber, ich lebe das wirklich. Wir sind in den vergangenen 25 Jahren zusammengewachsen und haben uns entwickelt. Wir sprechen miteinander unterstützen uns und finden gemeinsam Lösungen.
Herausforderungen gehören dazu – wie gehen Sie damit um?
Natürlich gibt es schwierige Situationen. Manche Patienten sind unruhig und auch aggressiv. Das gehört manchmal zum Krankheitsbild dazu. Wichtig ist, dass man das nicht allein tragen muss. Wir sprechen im Team darüber. Das hilft sehr, Dinge einzuordnen und gut damit umzugehen. Außerdem haben wir die Möglichkeit, uns zu den verschiedensten Dingen fortzubilden. Sei es Wundversorgung oder das Krankheitsbild Demenz: Wir bekommen viele verschiedene Angebote, um uns stetig weiterzuentwickeln. Ich selbst habe mich zur Fachkraft für Geriatrie ausbilden lassen. Einmal im Monat vermittle ich selbst verschiedene Inhalte wie Ernährung oder den Umgang mit Stürzen im Team.
Apropos Team: Was zeichnet Ihr Team aus?
Wir sind ein gemischtes Team – jung und erfahren, unterschiedliche Persönlichkeiten. Aber wir reden viel miteinander, sind im Austausch und packen gemeinsam an. Dieses Miteinander macht für mich einen großen Unterschied. Man merkt einfach: Wir halten zusammen.
Zum Schluss: Warum würden Sie den Job in der Geriatrie im EvKB empfehlen?
Weil es ein sinnvoller Job ist. Weil man Menschen wirklich helfen kann. Weil man nicht einfach nur „versorgt“, sondern anleitet, fördert und begleitet. Wir tun den Patientinnen und Patienten etwas Gutes – und das fühlt sich auch für uns gut an.
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