Kampagnen Logo: Du machst den Unterschied.

Karriere-Blog

„ICH WILL GESTALTEN“

Univ.-Prof. Dr. med. Hendrik Bracht

Name:Univ.-Prof. Dr. med. Hendrik Bracht
 
Das mache ich im EvKB:Stellvertretender Klinikdirektor der Universitätsklinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfallmedizin, Transfusionsmedizin und Schmerztherapie und Universitätsprofessor für Interdisziplinäre Intensivmedizin
 
Das habe ich gelernt:Facharzt für Anästhesiologie, Zusatzweiterbildung Intensivmedizin, Notfallmedizin; klinische Akut und Notfallmedizin 
 
Das Beste an meinem Job ist:…dass ich ihn hier ausüben kann und zwar so, wie ich mir das vorstelle. Das EvKB hat ein großes Verständnis für Intensivmedizin.
 
Das EvKB als Arbeitgeber ist:…ein rundum guter Arbeitgeber in allen Belangen, die ich bis jetzt kennenlernen durfte.
 
Das möchte ich meinen Kolleginnen und Kollegen gerne sagen:Macht weiter so, ihr seid tolle Kollegen, insbesondere auch unsere Pflegekräfte.
 

Interview

Professor Bracht, Sie sind Deutschlands erster Universitätsprofessor für interdisziplinäre Intensivmedizin – was genau steckt dahinter?

Die Intensivmedizin ist ein Fach, das sehr auf Interdisziplinarität und Interprofessionalität, also auf die Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen und Berufsgruppen, ausgelegt ist. Wir wissen, dass dieses Miteinander sowohl im Hinblick auf die Behandlungsqualität als auch auf die Zufriedenheit der Mitarbeitenden sehr entscheidend ist. Deswegen war es mir auch sehr wichtig, mich auf genau diese Professur zu bewerben. In unserem Alltag im EvKB spielt die Interdisziplinarität eine große Rolle. Hauptziel einer guten Patientenversorgung ist, viel miteinander zu kommunizieren und eng zusammenzuarbeiten. Ich kann zum Beispiel keine Hirn-OP durchführen, kann aber trotzdem auf der Intensivstation einen solchen Patienten postoperativ betreuen. Ich bin also nicht der Behandler des Grundleidens, aber ich bin der Spezialist für das, was nachher auf der Intensivstation stattfindet. Und auf dieser Augenhöhe begegnen wir uns jeden Tag, um am Ende einen gemeinsamen Weg zu finden, wie wir die Erkrankungen der Patienten am besten behandeln.
 

Was macht Notfallmedizin für Sie so reizvoll?

Der Reiz ist, dass man ermöglicht, lebensbedrohliche Situationen in nicht lebensbedrohliche Situationen zurückzuführen. Dafür brauchen wir eine Menge an Technik, die wir auch anwenden. Ich bin von der Ausbildung her Anästhesist. Ich würde meine Berufsbezeichnung aber eher als Intensivmediziner beschreiben, weil ich seit mittlerweile fast 20 Jahren in der Intensivmedizin tätig bin. Das ist meine absolute Passion und einer der Gründe, warum ich ins EvKB gekommen bin. Hier hat man ein sehr gutes Verständnis dafür, wie wichtig Intensivmedizin eigentlich ist.
 

Sie sind Anfang 2024 aus Ulm nach Bielefeld gekommen – wie nehmen Sie das EvKB als Arbeitgeber wahr? 

Ich habe schon recht schnell den „Bethel-Spirit“ kennen und schätzen gelernt. Hier werden ein gutes Miteinander und Wertschätzung gepflegt. Die Intensivstation wurde in den vergangenen Jahren stetig –auch personell- erweitert und ist eine wichtige Säule in der Patientenversorgung. Der Ausbau der Intensivstation wird auch interprofessionell von den chirurgischen und internistischen Partnern geschätzt, weil wir damit selten Kapazitätsengpässe haben. 
Ich bin hier auf eine sehr gut funktionierende Intensivmedizin gestoßen. Es wurden Projekte wie die ECMO-Therapie auf den Weg gebracht. Oder auch die Teleintensivmedizin, bei der sich Ärzte mit anderen Intensivstationen austauschen und Rat geben. Wir haben viele Kooperationen mit anderen Häusern in der Umgebung, was ich für unheimlich wichtig halte.

 

Zudem engagieren Sie sich auch noch für ein neurochirurgisches Projekt in Malawi…

Ja genau, Malawi ist ein extrem armes Land, dort fehlt es an vielen Stellen an medizinischer Versorgung. Das betrifft auch die neurochirurgische Arbeit, die eng an die Intensivmedizin gekoppelt ist. Ich bin nun schon einige Male dort gewesen und bilde Menschen intensivmedizinisch aus. Das Ganze ist auf Nachhaltigkeit angelegt, heißt: Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Es gibt auch nach unseren Aufenthalten immer einen intensiven Austausch mit den Kollegen in Malawi, das ist wichtig. Aktuell fahre ich zwei Wochen im Jahr dorthin und ich bin froh, dass das EvKB dieses Engagement unterstützt.
 

Was wollen Sie den Studierenden unbedingt mitgeben?

Ein wichtiger Baustein ist, dass wir Unterrichtseinheiten am Bett gestalten. Wir machen also einen sehr praxisorientierten Unterricht und das auch schon sehr früh in der Ausbildung. Studierende kommen teilweise schon in ihren frühen Semestern mit auf die Intensivstation, untersuchen dort unter Anleitung Patientinnen und Patienten und besprechen dann die Inhalte auch mit uns direkt am Bett. 
Die Universität Bielefeld ist auch in den Lehrmethoden sehr modern. Natürlich sind wir online und digital. Als Beispiel: asynchrone Vorlesungen, die so gestaltet sind, dass man sie runterladen und flexibel lernen kann. Für mich ist es schön, dort mitgestalten zu können.
 

Zur Universitätsprofessur gehört auch die Forschung, wie sind Sie da aufgestellt?

Da gibt es viele Aktivitäten. Vielleicht ein Beispiel: Ich arbeite gerade mit der Fakultät für Biologie zum Thema Erregerdiagnostik. Die Zusammenarbeit ist sehr niedrigschwellig zustande gekommen, das ist schon bemerkenswert.
 

Letzte Frage. In Ihrer Freizeit „legen Sie auf“, wie man so schön sagt. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie als DJ auf einer Semesterparty auflegen?

Ich habe tatsächlich schon einmal hier in Bielefeld gespielt. Ich lege ab und zu als Drum & Bass DJ auf und produziere diese Musik auch selber. Aber ich bin jetzt 51. Als ich in Bielefeld aufgelegt habe, ging es bis morgens um fünf, das schaffe ich nicht mehr. Aber vielleicht, wenn mich jemand fragen würde, würde ich schon mal auf einer Semesterparty eine Stunde spielen.

Interesse geweckt?

Ärztlicher Dienst

 

Mehr erfahren

Universitätsklinik für 
Anästhesiologie, Intensiv-, Notfallmedizin, Transfusionsmedizin und Schmerztherapie

 

zur Klinik

Alle Blogeinträge

  • Unser Podcast

    Kennen Sie schon unseren Podcast “Vierundzwanzigsieben”?

    Hier gibt's alle Folgen - direkt streamen oder bei der Streaming-Plattform Ihrer Wahl. 

     

    Podcast “Vierundzwanzigsieben”

    Podcastcover des EvKB Podacst "Vierundzwanzigsieben".