Karriere-Blog
„Mit den Händen begreifen“: Erste Knochenwerkstatt für Medizinstudierende
Echte „Knochenarbeit“: Die Medizinstudierenden Annalena Krieger, Sofia Lepkojis, Isabell Vollus und Marie Celine vom Bruch mit Universitätsprofessor Thomas Vordemvenne bei der ersten Kochenwerkstatt. Er ist Direktor der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Orthopädie und Ärztlicher Direktor am EvKB.
Was ist wichtig, damit ein gebrochener Knochen wieder richtig zusammenwachsen kann? Welche Schrauben, Nägel oder Platten eignen sich jeweils, um die unterschiedlichsten Brüche zu stabilisieren? Und wie fühlt es sich an, Instrumente und Operationswerkzeuge in den Händen zu halten und mit Nägeln, Schrauben oder Platten an Modellen aus Knochenimplantaten zu arbeiten?
Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Premiere der „Knochenwerkstatt“ auf dem Medizin-Campus Bielefeld-Bethel. Dabei hatten Studierende der Medizinischen Fakultät OWL aus dem achten Semester Gelegenheit, den „Werkzeugkasten“ und die Prinzipien der Unfallchirurgie hautnah kennenzulernen.
„Lernen passiert nicht nur in den Vorlesungen, man begreift auch mit den Händen“, beschreibt Universitätsprofessor Thomas Vordemvenne, Direktor der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Orthopädie und Ärztlicher Direktor am EvKB, den praktischen Ansatz der Knochenwerkstatt.
Das Konzept des Formats, das unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Dirk Wähnert aus dem EvKB stattfand, wurde über mehrere Monate erarbeitet. Zentral waren dabei das selbstständige Lernen in kleinen Gruppen, die Möglichkeit, „hands-on“ Erfahrungen zu sammeln und die Skalierbarkeit des Angebots, das sich perspektivisch auch für 300 Studierende pro Jahrgang eignet. Inhaltlich basiert es auf den Prinzipien der Arbeitsgemeinschaft Osteosynthese, die sich seit Jahrzehnten der Knochenbruchbehandlung und der Forschung widmet.
Diese Prinzipien spiegelten sich an den thematisch gegliederten Stationen wider, wo es beispielsweise um Knochenbruch- und Schraubenlehre sowie um das Stabilisieren von Brüchen in Notfallsituationen und mithilfe von Nägeln ging.
Die Studierenden lösten an den Stationen Aufgaben und übten Handgriffe an Modellen aus echten Implantaten, die Szenarien vom gebrochenen Oberschenkelknochen bis zur Wirbelsäulenfraktur darstellten. „Wir möchten den Studierenden dadurch ein Gefühl für unsere Arbeit vermitteln und sie dafür begeistern“, erläutert Thomas Vordemvenne.
Ein erstes Feedback gab es bereits während der Premiere: Die Studierenden hoben hervor, durch die Übungen ein Gespür für die benötigte Kraft zu bekommen, handwerkliches Feingefühl entwickeln zu können und bei der Arbeit im geschützten Raum Sicherheit zu gewinnen. „Es ist cool, dass wir hier mit den eigenen Händen vieles einfach mal ausprobieren können“, fasst Medizinstudierende Annalena Krieger zusammen.
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